Synagoge – Jüdisches Gemeindezentrum, Mainz

Die Realisation der neuen Synagoge in Mainz ist als bauliches Zeichen für Hoffnung und Aufschwung der jüdischen Gemeinde zu verstehen. Das Fundament
des Entwurfs, so betont der Architekt Manuel Herz, ist die Schrift, das Wort, die Tora. Die Straßenansicht visualisiert das hebräische Wort (Qadu) (Qadushah), das sich mit Erhöhung, Segnung bzw. Segensspruch übersetzen lässt. Das faszinierende Bauprojekt ist mit diesem Ansatz einzigartig. Das nach Osten ausgerichtete trichterförmige Dach des Versammlungsraumes ist in Form einer Schofar ausgebildet. Die Schofar – das Widderhorn – wird zu den wichtigen jüdischen Festtagen geblasen und ruft die Gemeinde zusammen. Hebräische Buchstaben schmücken auch das Portal aus silbrigem Aluminium. „Das Licht der Diaspora“, das dieser so traditionsreichen Mainzer Gemeinde leuchten soll, tritt hier als Schriftzug hervor. Der Sakralbau mit seinen gezackten, teils steilen
Konturen ist gänzlich mit hochglänzenden Stäben aus TERRART®- Keramik überzogen, die sich in vielfältigen Grüntönen zeigen und je nach Perspektive des Betrachters oder der Lichteinstrahlung als blankes Schwarz oder schimmerndes Weiß aufscheinen können. Sowohl die mutige Formensprache als auch die Umsetzung im Detail machen den Bau zu einem außergewöhnlichen architektonischen Kunstwerk.

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