Student Housing, ZAC Cardinet Chalabre, Paris

Im 17. Arrondissement von Paris haben die Architekten des Atelier Phileas einen Schulkomplex geschaffen, der konzeptionell und programmatisch Aufsehen erregt. Das Herzstuck des ehrgeizigen Stadtplanungsprojekts – die Neugestaltung des Quartiers sollte eindrucksvoll, nachhaltig, zeitgemäß und qualitativ auf hochstem Niveau erfolgen – setzt Maßstäbe für die urbane Entwicklung und erfüllt maximale Anspruche an Okologie und Energetik. Mit einer Photovoltaikanlage von 500 qm auf dem Dach, Erdwärmetauscher, Dach- und Wandbegrünungen erreicht die „nachhaltige Schule“ annähernd Passivhaus-Standard. Die Gesamtanlage beherbergt eine Kindertagesstatte, eine 12-zügige Grundschule, eine Groskuche und 152 Studentenwohnungen, die auf mehrere Baukörper mit unterschiedlichen Volumina verteilt sind. Jeder Teil ist einzigartig in seiner Ausgestaltung und Wirkung, und dennoch ist eine einheitliche Morphologie unübersehbar. Eines der herausragendsten architektonischen Merkmale ist zweifellos die programmatische Mischung: aus Regelmäßigkeit und Besonderheit, aus Individualität und Gemeinschaft, aus Oberflache und Tiefe. Aus den leuchtend grün verkleideten Sockelgeschossen „wachsen“ braun-erdfarbene Turme heraus, die wie Wachtposten über das Gelände blicken. Die Fassaden aus TERRART® -Baguettes erinnern an Geast oder ein Bambusgeflecht. Ihre durchbrochene, teilweise nach außen gewölbte Anordnung lasst Licht und Luft ins Innere, macht sie überdies zu einem perfekten Sonnenschutz vor den Öffnung. Gleichzeitig kompakt und luftig, sonnendurchlässig und wärmend, behindert die Verkleidung nicht den Ausblick nach draußen. „Aussicht und Sonnenschein für alle und uberall – dieser Anspruch der Architekten findet sich konsequent (nicht nur) in der Fassade wieder.

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Francois Dumon
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